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Helles/Lager/Pils

Helles/Lager/Pils

"Das Münchner Helle ist die bayrische Antwort auf die aufkommenden norddeutschen Pilsner. Gebraut mit weicherem bayrischem Wasser, weniger Hopfen und mehr Getreide ist es malziger, weniger bitter, fein-würzig und sehr süffig. Das Helle ist nicht nur in Süddeutschland, sondern auch in Österreich beliebt. Dort heißt es zwar Märzen, ist aber wie ein deutsches Helles (und kein deutsches Märzen).

 

Das Lagerbier wird im Umgangsprachlichen auch noch Lager genannt. Das Lagerbier ist ein so genanntes untergäriges Bier, welches durch Lagerung heranreift. Zu den Lagerbieren zählen als Beispiel das Märzen oder das Pils. Geschichtlich entstanden ist das Lagerbier im Jahre 1841 durch einen besagten Anton Dreher, nachdem auch heute noch das Lagerbier benannt ist, und zwar in Kledering bei Schwechat (Österreich). Im Laufe der Zeit wurden dann Maschinen zur Erzeugung von Lagerbier herangeozogen, da es einen sehr großen Andrang auf dieses Lagerbier gab. Das Lagerbier „Dreher“ überlebte all jene verschiedenen Brauereien, die es heutzutage erzeugt, immerhin in Ungarn und Norditalien. Der Name Lagerbier ist heute allerdings durch die oben genannten Biernamen Märzen und Pils ersetzt worden. Begrifflich gesehen wird Lagerbier dadurch immer seltener verwendet. Vom Lagerbier gibt es aber dafür noch mildere Varianten, wodurch es besonders bei Biertrinkern, denen das Pils zu bitter und das Export zu altbacken ist, bevorzugt wird.

 

Der Bierstil Pilsner hat es weit gebracht. Das Bier und seine Abkömmlinge dominieren den Weltmarkt, und wir können davon ausgehen, dass bis zu 80% der auf der Welt getrunkenen Biere in seiner Tradition stehen. Getrieben vom Zeitgeist und dem Verlangen nach der einfachen, unkomplizierten Befriedigung des Durstes der Bierwelt ging die Entwicklung im 20. Jahrhundert soweit, dass die amerikanischen Light-Biere, gerne als „near water beer“ bezeichnet, entstanden. Kurz davor, Ende des 19. Jahrhunderts, inspirierte das Pils die Bayern zur „Erfindung“ des Hellen, heute eines der beliebtesten Biere im Freistaat.

Geschmacklich bildet das Pilsner heute kein ganz einheitliches Bild. Von einem ausgewogenen Hellen mit leicht intensiverer Hopfennote (in großen Teilen Süddeutschlands) über ein Bier mit kräftigem Malzkörper und sehr grasigen Hopfenaromen (in Tschechien) bis zum schlanken, sehr hellen Pils mit kräftiger Hopfenbittere, meist von leichten Zitrustönen begleitet (In Norddeutschland) kann die Palette durchaus reichen. Manche Brauereien spielen mit speziellen Aromahopfen (Single Hop Pils) oder bringen auch eine unfiltrierte Variante auf den Markt (Keller- oder Zwickelpils). Auf jeden Fall sollten Sie Hopfenfreund sein, dann steht einer Reise durch die Welt der Pilsbiere nichts mehr im Wege."

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